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Wie Harry
Potter mit seiner Angst in beunruhigenden
Situationen umgeht, haben die Schüler
der 6a des Theodor-Heuss-Gymnasiums
im Deutsch-Unterricht gelesen und besprochen.
Am Dienstagmorgen galt es, sich im Kletter-Pütt
(Zeche Helene) ohne fliegenden Besen
mutig in Schwindel erregende Höhen aufzuschwingen.
"Sichern, sich
auf andere verlassen, wagen und Regeln
einhalten", Klassenlehrerin Maria Mohrmann-Messing
erklärte die Ziele des Unterrichtsganges,
"das soziale Lernen ist ein ganz wichtiger
Aspekt". Spielerisch und mit unglaublich
viel Freude lernten die zwölfjahrigen
Schülerinnen und Schüler an diesem Vormittag.
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Angst hatte natürlich niemand - vor
allem keiner der Jungen. Doch nachdem
die acht Meter Höhe der Kletterwand
erklommen waren, ein strahlendes Lächeln
den Stolz auf die eigene Leistung signalisierte
und es ans Abseilen ging, lief bei einigen
der Schweiß nicht nur vor Anstrengung,
klammerte man sich recht verkrampft
an das sichernde Seil. Keine Schande
- auch Maria Mohrmann- Messing war ein
wenig flau in der Magengegend, als sie
sich wie ihre Schüler zum Abschluss
aus 14 Metern Höhe abseilen ließ.
Aber das Abenteuer bleibt eine Ausnahme.
Nur weil die von den Eltern vorfinanzierte
Klassenrenovierung doch von der Stadt
getragen wurde, standen Mittel für den
ungewöhnlichen Unterricht zur Verfügung.
mats
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